So stellt man sich den Frühlingsanfang nicht vor. Nach einem äußerst angenehmen Temperaturniveau in der ersten Märzhälfte sank das Thermometer zum kalendarischen Frühlingsanfang auf 5°C (nachts sogar 0,2°C)
Ein Windchill-Wert von -3,5°C sorgte auch nicht gerade für Frühlingsgefühle, genauso wie ein kurzer Schneeschauer.

Erstmals wärmere Temperaturen
Dieses Jahr hielt uns der Winter stark im Griff, was sich auch an folgendem Zahlenbeispiel zeigt:
Vom 8.11.2005 bis 19.3.2006 lagen die Maximaltemperaturen durchgehend unter 10°C. Dies sind etwa 131 Tage und entspricht damit etwa 36% des ganzen Jahres.

Tiefster Winter im März
Ein Wintereinbruch der Sonderklasse war in den ersten Märztagen zu verzeichnen:
Bei Minimaltemperaturen zwischen -2°C und -7°C schufen starke Schneefälle am 3. und 4. eine Schneelandschaft mit einer Schneehöhe bis 16 cm, was für unseren Raum zu dieser Zeit höchst ungewöhnlich ist.

Nachdem die erste Märzhälfte mehr als winterlich war, scheint der Frühling jetzt in die Gänge zu kommen.
Nach nur 6.9°C Maximaltemperatur am 14. März stieg das Quecksilber beständig an, um heute, am 17.3., bereits 17,5°C zu erreichen.
Nach 5 Eis- und 14 Frosttagen in diesem Monat war die Zeit aber auch reif.

In der Theorie: meteorologischer Frühlingsbeginn
In der Praxis:
Winter pur
Der Beweis:
- der 1.3. brachte die tiefste, je gemessene Märztemperatur: -20,2°C
- die Durchschnittstemperatur der beiden ersten Märztage betrug -12°C (der Gesamtmonat März hat normal eine Durchschnittstemperatur von +5,4°C)

Jetzt steht es fest:
Der Februar 2005 stellte alle bisherigen Februarmonate in den Schatten.
Einige Werte sollen dies verdeutlichen:

    • der Temperaturschnitt lag mit -1,7°C ganze 3°C unter dem üblichen Wert
    • 24 Frosttage (normal 19) sowie 12 Eistage (normal 6)
    • auch die Minimaltemperatur war beachtlich: -15,6°C
    • mit 14 Schneetagen lag dabei der Februar ganz erheblich über dem Schnitt. (normal 5 Tage)

Dies führte zu einem nie dagewesenen Rekord:
Wir hatten von Monatsanfang bis Monatsende eine, wenn auch manchmal dünne, aber geschlossene Schneedecke (ausgenommen den 12. des Monats).
Eine steigende Zahl von Sonnenstunden sorgte schließlich dafür, dass der Februar zum Superwintermonat wurde.

   
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