Der Juni 2018 war ein schöner Sommermonat mit deutlich zu hoher Temperatur, aber erheblichem Niederschlagsmangel.

Dazu wieder einige Werte:

  • Durchschnittstemperatur  18,7 °C (normal 17,4 °C)
  • 24 warme Tage (normal 23)
  • 15 Sommertage (normal 11)
  • kein heißer Tag (normal 2)

Erstaunlich, dass trotz der hohen Temperaturen kein einziger heißer Tag erreicht wurde

Kritisch war der Niederschlagsmangel.
Obwohl 11 Niederschlagstage (normal 15 ) zu verzeichnen waren, fiel dennoch nur an zwei Tagen eine größere Niederschlagsmenge. So wundert es nicht, dass der Monat mit 34 l/m² nur 42% des üblichen Niederschlags erreichte.
Der Monat war nach Juni 2000, der nur 24 l/m² zustande brachte, der
zweit-niederschlagsärmste Monat.

Sonnenschein hätte man etwas mehr erwartet, aber man konnte mit den 205 Sonnenstunden (normal 214) durchaus zufrieden sein.

Frühjahrsbilanz (März/April/Mai)

  • es war mit 170 l/m² ein etwas zu trockenes Frühjahr (normal 189 l/m² ), insbesondere verursacht durch die sehr trockenen Monate März und April

  • mit 11,3 °C war dieses Frühjahr das wärmste Frühjahr (normal 9,7°C, kältestes Frühjahr 7,8°C, wärmstes Frühjahr 11,3°C)

  • 43 „warme Tage“ (normal 21), 15 Sommertage (normal 6), 0 heiße Tage (normal einer) und 16 Frosttage (normal 16)

  • 22 stürmische Tage (normal 11) übertrafen den Schnitt

  • der Sonnenschein des Frühjahrs lag über dem Schnitt, da vor allem der April einen hohen Überschuss aufwies. Mit einer Sonnenscheindauer von 572 Stunden wurde das übliche Maß (485 Stunden) erkennbar überschritten

Fazit:
Das Frühjahr sehr angenehm: nur etwas zu trocken, überaus warm und es wies einen Sonnenscheinüberschuss auf.

Der Mai des Jahres 2018 übertrifft alle bisherigen Maimonate, es war der wärmste Mai seit Aufzeichnungsbeginn.

Dazu die Werte:

  • Durchschnittstemperatur von 17,0 °C extrem über dem Schnitt (normal 14,3 °C)
  • kein kalter Tag (normal einer)
  • 25 warme Tage (normal 16)
  • 10 Sommertage (normal 5)

Seltsam verteilt war der Niederschlag:

  • bis zum 12. keinerlei Niederschlag
  • dann aber zwei Starkregenfälle am 13. mit 58,4 l/m² und am 29. mit 21 l/m²

Das Resultat war eine Regenmenge von 122 l/m², ein Überschuss von 45%

Nicht vergessen sollte man eine Sonnenstundenzahl von 238 Stunden (normal 160)

Es war also ein echter Sommermonat im Frühling.

Jeder kennt ja das Sprichwort: "Der April macht was er will"

Doch dieses Jahr wollte er etwas ganz besonderes, er wurde nämlich zum wärmsten April seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983.
Aber auch vom DWD erfahren wir, dass dies zurück bis 1881 gilt.

Nun die Werte für den Raum Donauwörth:

  • Durchschnittstemperatur von 13,5 °C (normal 9,6 °C)
  • nur ein kalter Tag (normal 5)
  • nur ein Frosttag (normal 3)
  • 18 warme Tage (normal 7)
  • 5 Sommertage (normal einer) 

Dazu kommt noch, dass es extrem trocken war:
Niederschlagsmenge: 24,2 l/m² (nur 46 % des üblichen Wertes)

Abgerundet wurde das ganze durch einen Überschuss an Sonnenstunden von 38%

Der April war damit eher ein Sommer- als ein Frühlingsmonat

 

Auch wenn der März naturgemäß nach dem extrem kalten Februar wärmer war, zählte er dennoch zu den 4 kältesten März-Monaten seit 1983

Dazu wieder einige Daten:

Durchschnittstemperatur  3,4°C (normal 5,3 °C).

  • 16 kalte Tage (normal 15)
  • 15 Frosttage (normal 12)
  • 4 Eistage (normal einer)
  • noch kein warmer Tag (normal einer).
  • Tagesmaximum 14,3 °C  am 30. um 16 Uhr 10
  • Minimaltemperatur -10,3 °C am 1. um 1 Uhr 40.

Nach dem bereits sehr niederschlagsarmen Februar setzte der März noch eines drauf.
Man mag es kaum glauben, dass bei 16 Niederschlagstagen (normal 13) nur eine Niederschlagsmenge von 29 l/m² zustande kam, also ein Defizit von 56%

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