Der Zeitraum Juni 2006 bis Juni 2007 erwies sich in Donauwörth als wärmster, bisher gemessener Zeitraum.

Dies soll in einer Tabelle mit den Durchschnittswerten der jeweiligen Jahre gezeigt werden.


Temperaturvergleich jeweils Juni bis Juni
2006-2007 11,2°C
2005-2006 9,5°C
2004-2005 9,9°C
2003-2004 10,5°C
2002-2003 10,6°C
2001-2002 10,6°C
2000-2001 10,8°C

Nach dauerhaft recht hohen Junitemperaturen (bis jetzt 12 Sommertage) erfolgte am 21. ein Temperatursturz. Von einer Maximaltemperatur von 29,8°C am 20. sank die Temperatur auf 16,4°C am 22.

Dennoch richteten das Gewitter und die Sturmböen - verbunden mit heftigem Niederschlag - in der Nacht des 21. in unserem Raum keine größeren Schäden an.

Es wird ja viel darüber diskutiert, ob das Klima sich ändert. Eines steht auf alle Fälle fest (dargestellt an lokalen Werten): die extremen Wettersituationen häufen sich. Die im folgenden genannten Beispiele beziehen sich alle auf den Beobachtungszeitraum seit 1983:

  • Mai 2007: höchste Tagesniederschlagsmenge (71,6 l/m²) und zweit-regenreichster Monat Mai
  • April 2007: wärmster, trockenster (1,6 l/m²) und sonnigster April (326 Sonnenstunden)
  • Februar 2007: zweitwärmster Februar nach 1990
  • Januar 2007: windreichster Monat (Orkan Kyrill) und wärmster Januar
  • Dezember 2006: trockenster Dezember
  • September 2006: trockenster September und größte Zahl (8) an Sommertagen (neben 1987 und 1999)
  • August 2006: kältester August (Schnitt: 15,1°C) und größte Zahl an Niederschlagstagen (26)

Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen. Aber auch jahreszeitmäßig gibt es Auffallendes:

  • nach dem wärmsten, jemals aufgetretenen Winter (Schnitt: +5,2°C) folgte das wärmste, jemals aufgetretene Frühjahr (Schnitt: 11,2°C)
  • seit September 2006 liegen alle Monate bis Mai 2007 über dem Schnitt, teilweise in nie gekanntem Ausmaß

Sommer ist angekommen
Nach einem kalten Start zum meteorologischen Sommerbeginn ist er nun endlich da.
Ab dem 6. Juni stiegen die Temperaturen beständig an, um am 12. zum ersten Sommertag des Monats und am 15. zum ersten Tropentag zu führen. Dies alles bei starker Trockenheit. Bis zum 4. nur 5,4 l/m² und dann erst wieder Niederschlag am 17.
So hatten wir die bislang längste Trockenperiode des Jahres zu verzeichnen (12 Tage und 17 Stunden)

Für die Meteorologen beginnt der Sommer am 1. Juni.
Und was zeigt sich bei uns?
Eine Tagesdurchschnittstemperatur von 8,6°C und ein Minimalwert von 5,9°C
Dazu ein kurzer Schauer und keine Sonne. Es kann also nur noch besser werden.

Sommer ist da!
Nach zwei viel zu kalten Juniwochen in der ersten Monatshälfte ist nun der Umschwung gekommen.
Bereits jetzt ist der übliche Monatsschnitt von 17,2°C überschritten und auch das Maß an Sommertagen (10) und Tropentagen (2) ist erreicht bzw. überschritten.
Dagegen zeigt sich bis jetzt ein erheblicher Niederschlagsmangel (wie überall in Deutschland).
Bis jetzt erst 58% des üblichen Niederschlags.

Wie sehr häufig, macht sich auch heuer die sog. Schafskälte in unserem Raum heftig bemerkbar:
Am 7.6. nur eine Maximaltemperatur von 13°C, am 8. eine Tiefsttemperatur von 5,9°C
Diese Wettererscheinung tritt zwar recht regelmäßig auf, dennoch gibt es Jahre, in denen wir auch komplett verschont blieben, so etwa im "Superjahr" 2003, wo zu dieser Zeit Temperaturen zwischen 28 und 30°C anzutreffen waren.

   
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