Nach dem viel zu warmen Dezemberstart kehrte sich die Witterung ab dem 13. ins andere Extrem um.

Bis zum 26.

  • 13 Frosttage und davon sogar
  • 11 Eistage

Dies senkte den Temperaturschnitt von ursprünglich  6°C auf  0,5°C

Eine starke Inversionswetterlage, verbunden mit Nebel in unserem Raum, ließ ab dem 20. immer mehr Rauhreif entstehen, so dass wir auch ohne Schnee weiße Weihnachten feiern konnten.

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Nach dem zu kalten November begann der meteorologische Winter sehr warm. Noch bis zum 8. hatten wir einen Schnitt von 6°C der auch bis zum 12. erst auf 5°C absank

Zum Vergleich:
Im Jahr  2005 im selben Zeitraum nur 0,7°C

Frost war daher bis jetzt Fehlanzeige: Bis zum 12. kein einziger Frosttag.

Der November zeigte sich dieses Jahr deutlich kälter als üblich.

  • Durchschnittstemperatur nur 2,4°C
  • 27 kalte Tage (Maximaltemperatur kleiner als 10°C)
  • 15 Frosttage
  • allerdings auch kein Eistag (normal zwei)

Ein kleiner Lichtblick:
Trotz zahlreicher Nebel - und Hochnebeltage bewegte sich die Sonnenscheindauer mit 35 Stunden im Normalbereich, vor allem dank des besseren ersten Monatsdrittels.

Hoher Luftdruck verhindert weiße Weihnachten
Seit dem Tiefpunkt am 8.12. (996 hPa) baut sich in unserem Raum ein stabiles Hochdruckgebiet auf, das am 22. bereits 1041 hPa erreicht hat (Jahreshoch). Dies dürfte die Aussicht auf weiße Weihnachten zunichte machen, belohnt uns aber mit reichlich Sonnenschein.

"Jahrhundert-Herbst"
Auch im Raum Donauwörth hat sich gezeigt, dass dieser Herbst ein Ausnahme-Herbst war. Dazu einige Daten:

  • es war ein extrem trockener Herbst mit nur 60 l/m² (normal 186 l/m²), der trockenste Herbst seit Aufzeichnungsbeginn (alle Herbstmonate unter Schnitt, besonders extrem der September)
  • die Durchschnittstemperatur der Herbstmonate lag mit 11,1 °C erheblich über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 9,4 °C, kältester Herbst 7,8 °C, wärmster Herbst 10,9 °C); damit war dieser Herbst der wärmste Herbst seit Beginn meiner Aufzeichnung und seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen
  • 29 warme Tage, 8 Sommertage, nur 24 kalte Tage und 9 Frosttage
  • 362 Sonnenstunden (im Vorjahr 287 Stunden)

Es kündigte sich an: Bereits am Dienstag, den 13.12 fing das Barometer (Stand: 1031 hPa) an zu fallen, um am Freitag, den 16.12. den Tiefststand von 995 hPa zu erreichen.
Dieser Luftdruckabfall von 36 hPa (das Tief "Dorian") bescherte uns einen stürmischen Tag mit Windgeschwindigkeiten bis 42 km/h und ganztägigem Regenfall.

Herbstbilanz (September bis November)

  • es war niederschlagsmäßig ein normaler Herbst mit 163 l/m² (normal 188 l/m² * Minimum 85 l/m² im Jahr 1997 * Maximum 510 l/m² im Jahr 1998)
  • die Durchschnittstemperatur der Herbstmonate lag mit 10,2 °C deutlich über dem Schnitt von 9,4 °C (zum Vergleich: kältester Herbst 7,8 °C, wärmster Herbst 10,9 °C)
  • 311 Sonnenstunden (im Vorjahr 381 Stunden)

Neblig trüb bei Hochdrucklage
Im Sommer erzeugt die derzeitige Hochdrucklage in der Regel schönes, sonnenreiches Wetter. Anders zu dieser Jahreszeit.
Das Hoch sorgt dafür, dass sich eine hochnebelartige Glocke bildet, die - bei relativ wenig Wind - zu düsterem, trübem Wetter führt.

   
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